Bernd Hörauf hat mit lebendiger Geschichte für jedermann rund 70 Zuhörer in seinen Bann gezogen. Breites Spektrum der Übermatzhofener Dorfgeschichte umrissen. Vom keltischen Opferstein, Raufereien im Steinbruch und der Eingliederung ins Königreich Bayern. Mit einer detailliert ausgearbeiteten Zeitleiste Geschichte lebendig gemacht.

Auch in Übermatzhofen war der historische Stammtisch des Heimat und Geschichtsvereins Pappenheim und Ortsteile e.V. mit fast 70 Gästen gut besucht. Im ehemaligen Schulzimmer, dem heutigen Saal des Gemeindehauses wusste Bernd Hörauf in einem erstklassigen Vortrag die vielen geschichtsinteressierten Besucher zu begeistern. Dabei ist es ihm gelungen lebendige Geschichte, Kultur und Lebensart für jedermann verständlich und nachvollziehbar zu vermitteln

Nur einen winzigen Teil seines Wissens konnte Bernd Hörauf an seine Zuhörer weitergeben. Zu kurz war die Zeit bemessen, die mit gut einer Stunde teilweise nur das andeuten von interessanten Begebenheiten und Erkenntnissen zuließ.

Beginnend in der Steinzeit erörterte er bei seinen hoch interessanten und gefällig aufbereiteten Ausführungen, die Entstehung und die geschichtliche Entwicklung des Ortes Übermatzhofen. So war zu erfahren, dass der keltische Opferstein, der vor dem Übermatzhofener Kirchlein steht mehr als 1500 Jahre alt ist. Von der Entstehungszeit, die sich aus dem Namen des Ortes in das 8./9. Jahrhundert datieren lässt war genauso wusste Hörauf genauso zu berichten, wie von der Namensgebung des Ortes Übermatzhofen. Aus drei Teilen besteht der Ortsname nämlich Über – Matz – Hofen. Gut nachvollziehbar wusste der Referent diese Namensteile zu erläutern, was schließlich zu der frei übersetzten Bedeutung „Höfe (Hofen) bei den oberen (Über) Wiesen (Maht=Wiese)“ führte. Auch die wichtigen Elemente der Zeitgeschichte fanden in den Ausführungen ihren Niederschlag und wurden geschickt mit der Ortsgeschichte Übermatzhofens in Bezug gesetzt.

Noch heute, so konnte Bernd Hörauf zeichnerisch nachweisen, ist das Landmaß der damaligen Zeit in den Grundstückseinteilungen und dem Planbild Übermatzhofens zu erkennen.

Im Laufe des Vortrags wurde von den Prügeleien um die Steinbrüche mit den Solnhofern im 17. Jahrhundert, von der Übermatzhofener Hüll und der Familienchronik des Hüllbauern berichtet. Von bemerkenswerten Bevölkerungsstrukturen zur Zeit der Eingliederung ins Königreich Bayern wusste der Referent genauso zu berichten wie vom großen Bauboom in der Zeit von 1820 bis 1900.

An diesem Abend ist es dem Referenten mit seiner spürbaren Begeisterung und seinem unglaublichen Detailwissen, gelungen die Zuhörer im voll besetzten Gemeindesaal in seinen Bann zu ziehen. Mit Landkarten, Plänen, Bildern, einer Detailgenau beschrifteten Zeitleiste und Zeichnungen hatte er sich auf diesen Abend vorbereitet, was ihm die Zuhörer mit einem kräftigen lang anhaltenden Applaus dankten.

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